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Herzlich Willkommen in der Pfarrei St. Christophorus

Aktuelles aus St. Christophorus

|Pastoraler Raum

Impuls für 5. Sonntag der Osterzeit

Von Ute Große Harmann

Hier kommt der Impuls für den 5. Sonntag der Osterzeit. Heute von Ute Große Harmann:

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Und hier das Evangelium vom 5. Sonntag der Osterzeit (Joh 14, 1–12):

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Euer Herz lasse sich nicht verwirren.
Glaubt an Gott
und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.
Wenn es nicht so wäre,
hätte ich euch dann gesagt:
Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
Wenn ich gegangen bin
und einen Platz für euch vorbereitet habe,
komme ich wieder
und werde euch zu mir holen,
damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
Und wohin ich gehe –
den Weg dorthin kennt ihr.
Thomas sagte zu ihm:
Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst.
Wie können wir dann den Weg kennen?
Jesus sagte zu ihm:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater
außer durch mich.
Wenn ihr mich erkannt habt,
werdet ihr auch meinen Vater erkennen.
Schon jetzt kennt ihr ihn
und habt ihn gesehen.
Philíppus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater;
das genügt uns.
Jesus sagte zu ihm:
Schon so lange bin ich bei euch
und du hast mich nicht erkannt, Philíppus?
Wer mich gesehen hat,
hat den Vater gesehen.
Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin
und dass der Vater in mir ist?
Die Worte, die ich zu euch sage,
habe ich nicht aus mir selbst.
Der Vater, der in mir bleibt,
vollbringt seine Werke.
Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin
und dass der Vater in mir ist;
wenn nicht,
dann glaubt aufgrund eben dieser Werke!
Amen, amen, ich sage euch:
Wer an mich glaubt,
wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen
und er wird noch größere als diese vollbringen,
denn ich gehe zum Vater.

Zur Geschichte der Pfarrei

Notizen zur Geschichte der Pfarrei
Im Jahre 948 gründete Erzbischof Adaldag von Hamburg und Bremen drei neue Bistümer im Norden. Seit dieser Zeit gibt es auf Sylt christliches Leben. Urkundlich erwähnt wird Sylt erstmals in einer Schenkungsurkunde des Königs Erichs III. von Dänemark an das Kloster Odense 1141. Die ältesten noch heute bestehenden Kirchen auf Sylt sind St. Martin in Morsum und St. Severin in Keitum. Diese ursprünglich romanischen Bauten sind im 12. Jahrhundert entstanden. Eine der größten Kirchen auf Sylt war St. Petri in Alt-Rantum, die angeblich 1436 untergegangen ist. Um 1240 finden wir erstmals eine Kirche in Westerland (Eidum) erwähnt, die vermutlich in der Marcellusflut 1362 untergegangen ist. Die Nachfolgebauten sind seitdem mehrfach neu errichtet worden. Nach dem Tod des letzten katholischen Bischofs von Schleswig, Gottschalck von Ahlefeldt, im Jahre 1541 hat sich auf Sylt endgültig die Reformation durchgesetzt.

Erst der Preußisch-Österreichische Krieg gegen Dänemark 1864 brachte einen kirchlichen Wandel mit sich. 1866 wurde in Flensburg eine erste katholische Kirche eingerichtet. In diese Zeit fallen auch die Anfänge der Badeseelsorge auf Sylt, das 1855 als Seebad gegründet worden ist. Der erste Katholik seit Jahrhunderten auf Sylt war der Steyrische Jäger Wenzel Wohner, der sich 1864 in eine Sylterin verliebte und sie 1867 heiratete.

Seit 1869 gab es in den Sommermonaten katholische Priester, sogenannte Strandpfarrer, die für die Betreuung katholischer Badegäste zuständig waren. Die Gottesdienste fanden zunächst in der angemieteten Dünenhalle, seit 1891 in der Halle des Warmbadehauses, dann in einem Nebengebäude der Pension Friesia (Strandstraße) statt. 1895 hatte die politische Gemeinde Westerland den Bau einer Kapelle für die katholischen Kurgäste beschlossen. Sie wurde dem Patronat des Heiligsten Herzens Jesu geweiht und konnte am 7. Juli 1896 benediziert werden.

40 Jahre hielten dort Strandpfarrer in den Sommermonaten Gottesdienst. Am 15. Januar 1937 erhielt die Inselgemeinde in Franz Augustin erstmals einen eigenen Pastor. Kurze Zeit später wurde die Insel Sylt zum selbständigen Seelsorgebezirk erhoben. Pastor Augustin wohnte in dem 1936 angekauften Pfarrhaus St. Ansgar (Paulstraße Nr. 6) und bekam im April des gleichen Jahres Unterstützung durch drei Missionsschwestern vom Herzen Jesu aus Hiltrup bei Münster, die bis 1952 aktiv in der Seelsorge tätig waren.

1939 wurde Pastor Augustin zusätzlich Marine-Standortpfarrer auf Sylt. Um ihn zu entlasten, wurde eine zweite Stelle für einen Kaplan eingerichtet, die bis 1972 bestehen blieb. In der Zeit des 2. Weltkrieges waren z. T. mehrere katholische Geistliche, als Militärseelsorger und Priestersoldaten auf Sylt tätig. Gottesdienste wurden zusätzlich in Hörnum, Rantum und List gehalten. Von 1929-1944 befand sich außerdem eine Ordens- Niederlassung der Ursulinen aus Breslau mit einer Hauskapelle im Haus von Linsingen in Keitum.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges gab es einen italienischen Geistlichen für die Betreuung der italienischen Arbeiter, einen englischen Herz-Jesu Missionar für die Betreuung der englischen Soldaten in List und zwei polnische Priester für die rund 6000 Polen auf Sylt. Zusätzlich wurde für die Ostvertriebenen und Flüchtlinge ein Pfarrer eingesetzt. Gottesdienste wurden nun auch in Dikjendeel, Klappholttal, Keitum, List, Kampen und Morsum gehalten. Am 28. Juni 1947 wurde, um alle Katholiken betreuen zu können, die Seelsorgeaußenstation in Rantum, später Hörnum eingerichtet. Der dort zeitweise tätige Benediktinerpater Cyprian Mayr gründete in Detmold das Säkularinstitut St. Bonifatius, das in Westerland ab 1948 zunächst das „Haus Nordmark“ als Kinderkurheim und heute noch die Zweigniederlassung „Haus St. Bonifatius“ unterhält.

Am 1. April 1953 wurde Sylt von der Muttergemeinde St. Marien in Flensburg getrennt und eine eigenständige Kirchengemeinde. Da die Herz-Jesu Kapelle längst zu klein geworden war, wurde 1955 an der Elisabethstraße der Grundstein für die erste Christophoruskirche gelegt, die am 4. November 1957 von Weihbischof Johannes von Rudloff, aus Hamburg, eingeweiht wurde. Die alte Kapelle wurde abgerissen. Als Filialkirche entstand 1962 St. Josef in Hörnum und 1975 die Kapelle „Stella Maris“ in Rantum, die bis 2008 bzw. 1999 bestanden. Seit dem 1. Februar 1974 ist „St. Christophorus auf Sylt“ eine selbständige Pfarrei.

1986/87 ist in List die Filialkirche St. Raphael erbaut worden, die seit dem 1. September 2008 von drei Steyler Missionarinnen betreut wird.

Die erste Christophoruskirche mußte aufgrund gravierender Baumängel 1997 abgerissen werden. An gleicher Stelle wurde die zweite Christophoruskirche errichtet, die am 30. April 2000 von Erzbischof Dr. Ludwig Averkamp aus Hamburg konsekriert worden ist.

2009 baute die Firma Jehmlich aus Dresden eine neue Orgel in die Kirche, die am 13. April vom Hamburger Erzbischof, Dr. Werner Thissen, geweiht worden ist.

2010 wurde eine Vereinbarung zwischen der Pfarrei und der Schutzstation Wattenmeer e.V. getroffen, ein gemeinsames Konzept für die Alte Josefskirche in Hörnum für deren Nutzung als Ausstellungszentrum unter dem Gesichtspunkt der Bewahrung der Schöpfung zu entwickeln.

Quellen: Peter Schmidt-Eppendorf: Chronik der kath. Kirche auf Sylt, 1966 (Manuskript); Peter Schmidt-Eppendorf: Sylt, Memoiren einer Insel, 1977; Dr. Walter Flachsenberg: Pfarrchronik 1973-89; Pfarrarchiv St. Christophorus Sylt.